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Framing the Visible

14 Februar 2012

Beluga & Töchter hat gemeinsam mit der Performancekünstlerin Iris Julian und dem Videokünstler Nuno Escudeiro ein Projekt zur Europäischen Kulturhauptstadt 2012 in Portugal eingereicht.

Das Projekt „framing the visible“ verbindet Performance, Architektur und Video zu einem mehrschichtigen Kunstwerk: dazu wird an einem zentralen Platz der Stadt Guimarães (P) eine Rahmenkonstruktion errichtet. Die Performancekünstlerin wird diesen Rahmen während des Tages (eine Woche lang) von 8 Performer_innen bespielen lassen.

Die Rahmenkonstruktion erlaubt die Inklusion von zufällig vorbeikommenden Personen — Bewohner_innen, Touristen_innen, Geschäftsleute: eine Mischung aus geplantem und zufälligem Bewegungsmaterial entsteht und lässt eine Lebendigkeit zu die in der Abgeschlossenheit des Theaterraumes nicht erreicht werden kann. Die Leere der Rahmen wiederum gibt den Blick frei auf Architekturen der Altstadt (Bögen, Tore, Fenster, …): die Struktur der Gebäude lässt sich in Kombination mit den Körpern der Tänzer_innen lesen.

Der Videokünstler wird die Performances im Medium des Videos dokumentieren. Für die Nacht wird der Rahmen mit einer Leinwand bespannt, um die Videos als Projektion zu zeigen. Dieser Teil der Arbeit kann lange nach Ende der live aufgeführten Improvisationen noch gezeigt werden und dem Ort eine spezielle Bedeutung verleihen.